Pusteln

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Pusteln

Bei Pusteln und anderen Veränderungen der Haut sollte grundsätzlich ein Hautarzt aufgesucht werden.

Eine Pustel bezeichnet einen kleinen Hohlraum, welcher sich in der oberen Hautschicht befindet und meist mit Eiter gefüllt ist.

Die Pustel selbst wirkt sich dabei in der Regel höchstens bei einer Berührung schmerzhaft aus. Weitaus häufiger kommt es jedoch zu einem Verspüren von Juckreiz, der sich durch das Aufkratzen der entsprechenden Stelle allerdings negativ auf das Hautbild und dessen Erscheinung auswirkt.

Ursachen

Pusteln können aus einer Vielzahl von Hauterkrankungen heraus resultieren. So können in diesem Zusammenhang beispielsweise die Follikulitis, Balantis candidomycetica oder ein Andrews Bakterid genannt werden.

Der wohl häufigste und bekannteste Auslöser dürfte nichtsdestotrotz die Akne sein, welche insbesondere in der Pubertät eines Menschen auftritt. So kommt es bei dieser Erkrankungsform zu einem Verschluss der Talgdrüsen, bei welchen insbesondere jene in der Gesichtsregion betroffen sind. Das Ergebnis ist ein Rückstau des Talgs, woraufhin sich ein sichtbarer Pustel auf der Haut bilden kann.

Behandlung

Behandlungstechnisch hängt die Breite und Tiefe der Therapie natürlich vom Verbreitungs- und Stärkegrad der Pustel ab. Sollte es sich lediglich um eine oder wenige Pusteln handeln, so ist ein Eingreifen in der Regel überflüssig, da diese von selbst mit der Zeit verschwinden.

Sollte es aber zu einem ständigen Auftreten dieser Hautveränderung kommen, beispielsweise im Zuge einer akneartigen Erkrankung, können eine Vielzahl von Maßnahmen zum Einsatz kommen. So können einerseits Hygienemaßnahmen, beispielsweise das Auftragen von Lotionen und Cremes, die Entwicklung zukünftiger Pusteln abschwächen. Bei stärkeren Ausprägungsgraden kann zudem aber auch der Einsatz von Hormonen oder Antibiotika sinnvoll sein.

Derartige therapeutische Eingriffe sollten aber natürlich immer zuvor mit einem Arzt abgesprochen und von diesem verordnet sein.

Komplikationen

Pusteln verursachen üblicherweise keine großen Komplikationen. In seltenen Fällen können die Eiterbläschen allerdings eine Infektion der Haut und der Nervenzellen bedingen. Unbehandelt, kann diese zu bleibenden Schäden wie etwa Narben, Berührungsunempfindlichkeit oder Hautlähmungen führen.

Liegt den Pusteln eine Unverträglichkeit zugrunde, kann es abhängig von der Allergie zu vielgestaltigen Symptomen wie Hautirritationen, Atembeschwerden unter anderem kommen. Bei einem schweren Verlauf können die Pusteln sich zu schweren Abszessen mit Eiterbildung entwickeln. In seltenen Fällen können die Eitererreger bis ins Gehirn vordringen und eine bakterielle Hirnhautentzündung bedingen.

Bei größeren Pusteln besteht außerdem die Gefahr einer Phlegmone, also einer Ausbreitung der Irritation auf das benachbarte Bindegewebe, die meist mit Fiebersymptomen und Juckreiz einhergeht. Parasiten und Pilze als Ursache bergen die Gefahr einer Schwächung des Immunsystems und können nur durch eine rasche Therapie ohne Komplikationen behandelt werden.

Typische Komplikationen bei der Behandlung von Pusteln sind Unverträglichkeiten gegenüber der verschriebenen Medikamente und eine vorübergehende Verstärkung der Hautirritationen, bis die Therapie auf die Grunderkrankung eingestellt ist. Schwere Komplikationen bleiben bei Pusteln meist aus, insofern die Behandlung frühzeitig eingeleitet wird und keine Grunderkrankungen oder anderweitige Prädispositionen vorliegen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Meistens haben Pusteln harmlose Auslöser wie eine reizende Hautcreme oder ein kratzendes Kleidungsstück. Bleibt der Ausschlag aber bestehen, liegt vermutlich eine ernste Ursache vor, die einen Arztbesuch erfordert. Eine medizinische Abklärung empfiehlt sich vor allem bei plötzlich auftretenden Pusteln, deren Ursache unklar ist. Kommt es begleitend zu starkem Juckreiz und Schmerzen, sollte mit dem Hausarzt gesprochen werden. Das gilt insbesondere dann, wenn schwere Begleitsymptome hinzukommen.

Beschwerden wie Fieber, Atemnot oder Zittern deuten auf eine schwerwiegende Ursache hin, die umgehend abgeklärt werden muss. Bei Hautblutungen und auffälligen Hautveränderungen wie Rötungen oder Knoten sollte schnell gehandelt werden. Ebenso, wenn die Pusteln sich weiter ausbreiten oder Blasen bilden. Pusteln bei Säuglingen und Kleinkindern sollten umgehend vom Kinderarzt abgeklärt werden. Bei starken Beschwerden, die einer umgehenden Behandlung erfordern, empfiehlt sich der Gang in die Notaufnahme. Kommt es nach einem Insektenstich oder dem Kontakt mit reizenden Stoffen zu Pusteln, sollte der Notarzt eingeschaltet werden. Weitere Ansprechpartner sind je nach Verdacht der Hausarzt oder ein Dermatologe.

Prognose

Ist eine Form von Akne, zum Beispiel Akne vulgaris, ursächlich für die Pustelbildung, ist der Krankheitsverlauf nur schwer abzuschätzen. Ohne Behandlung verschlimmert sich das Leiden in aller Regel und es besteht die Gefahr der Narbenbildung. Meist bessern sich die Beschwerden nach der Behandlung mit Cremes und Tinkturen, die einen antibakteriellen Wirkstoff enthalten und außerdem einer Seborrhö entgegenwirken. Bei einigen Patienten ist das aber nicht ausreichend. Hier ist eine orale Verabreichung von Antibiotika erforderlich. Bei Frauen kann eine Umstellung des hormonellen Verhütungsmittels notwendig werden.

Akne bei Jugendlichen verschwindet in der Regel von selbst, sobald die Betroffenen der Pubertät entwachsen sind. Allerdings kann Akne auch chronisch werden und über Jahrzehnte hinweg Beschwerden verursachen, die dann meist in Schüben auftreten.

Pusteln, die durch Kinderkrankheiten wie zum Beispiel Röteln, Masern oder Windpocken verursacht werden, heilen in aller Regel spurlos wieder ab. Gerade bei Windpocken kann das Aufkratzen der Pusteln aber zur Bildung deutlich sichtbarer Narben im Gesicht führen. Besonders groß ist das Risiko der Narbenbildung bei Erwachsenen. Bei Kindern verblassen selbst aufgekratzte Bläschen nach mehreren Wochen meist wieder.

Pusteln, die durch Allergien verursacht werden, heilen in der Regel innerhalb kurzer Zeit ab, sobald der Reizstoff identifiziert ist und vermieden wird.

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