Muskelkater

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Muskelkater

Muskelkater ist ein Symptom, welches hauptsächlich nach starker körperlicher Anstrengung auftritt.

Dabei tritt das Symptom allerdings nicht direkt nach dem Sport auf, sondern erst einige Stunden später – meist sogar erst am nächsten Tag.

Entstehung

Die Beweglichkeit der Muskeln wird durch den Muskelkater stark eingeschränkt; die Muskeln sind steif und schmerzempfindlich. In akuten Fällen kann ein Muskelkater bis zu eine Woche lang anhalten. Im Gegensatz zu Muskelzerrungen oder -prellungen ist Muskelkater allerdings harmlos und für den Körper unschädlich.

Auch bei gut trainierten Personen kann Muskelkater auftreten und zwar immer dann, wenn neue Bewegungsabläufe vollzogen werden.

Der Muskelkater entsteht durch kleinste Verletzungen der Muskelfasern. Wasser tritt in die Fasern ein und durch die Wassereinlagerungen schwillt die Muskelfaser an und dehnt sich aus. Dieser Dehnungsschmerz ist der Schmerz, den wir als Muskelkater bezeichnen.

Diagnose

Bei Muskelkater sollte man nur dann einen Arzt aufsuchen, wenn die Schmerzen länger als eine Woche bestehen bleiben. Dann könnte nämlich eine andere Muskelverletzung Ursache der Schmerzen sein. Neben der rein körperlichen Untersuchung kann auch eine Ultraschalluntersuchung Aufschlüsse über eventuelle andere Muskelerkrankungen liefern. Auch eine Röntgenuntersuchung wird in vielen Fällen angeordnet.

Behandlung

Bis der Muskelkater von selbst abgeklungen ist, sollte man wenn möglich keinen Sport treiben und den Muskel schonen. Warme Bäder mit Fichtennadelzusatz oder auch Saunagänge helfen dabei, die Muskeln zu entspannen. Von Massagen sollte man bei Muskelkater absehen.

Vorbeugung

Um Muskelkater vorzubeugen, ist es wichtig, sich sowohl vor als auch nach dem Sport ausreichend zu dehnen. An neue Bewegungsabläufe sollte der Körper zudem nur langsam herangeführt werden.

Auch wenn manche Menschen einen Muskelkater stolz als Beweis dafür betrachten, dass sie „ordentlich“ trainiert haben – richtig gern erträgt niemand die Muskelschmerzen. Zum Glück aber gibt es einige Maßnahmen, mit denen man einen Muskelkater zu vermeiden.

  • Strukturiert trainieren:
    Durch den richtigen Trainingsaufbau kann man Muskelschmerzen vorbeugen. Wichtig dabei ist, die Belastung langsam und stufenweise zu steigern, damit die Muskulatur nicht überfordert wird. Dies gilt besonders für ungewohnte Bewegungsabläufe wie eine neue Turnübung.
  • Aktiv sein:
    Regelmäßiger Sport senkt das Muskelkaterrisiko. Denn wer sich viel bewegt, der verbessert seine Koordination – und je koordinierter Übungen ausgeführt werden, desto besser arbeiten die Muskeln zusammen. Ein regelmäßiges Training der Muskulatur führt außerdem dazu, dass die Muskeln belastbarer werden. Mikroverletzungen werden so seltener.
  • Abkühlen:
    Einigen Studien zufolge lässt sich Muskelkater verhindern oder zumindest abschwächen, wenn man nach dem Sport für ein paar Minuten in 10 bis 15 Grad kaltes Wasser steigt. Verschiedene Profisportler schwören auf diese Methode. Wissenschaftlich belegt ist ihr Nutzen aber nicht.
SchlagworteMuskelnSchmerzen
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