Herzrhythmusstörung

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Herzrasen

Wenn das Herz von seinem normalen Sinusrhythmus abweicht, spricht man von einer Herzrhythmusstörung (Herzrasen).

Als Herzrhythmusstörung bezeichnet man ein schnelles Klopfen und Pochen des Herzens; der Pulsschlag ist dabei bis in die Halsschlagader spürbar.

Das Herzrasen kann begleitet sein von Herzstolpern, das heißt einem unregelmäßigen Herzschlag, sowie eventuell Schwindel und Benommenheit. Auch vorübergehende Seh- oder Sprachstörungen und selbst ein Bewusstseinsverlust sind häufig auftretende Begleiterscheinungen des Herzrasens.

Symptome

Wie machen sich Herzrhythmusstörungen bemerkbar? Mögliche Symptome bei Herzrhythmusstörungen sind unter anderem:

  • Herzstolpern (Palpitationen)
  • Herzrasen (bei schnellem Herzschlag, Tachykardie)
  • Schwindel,
  • Benommenheit,
  • Verwirrtheit Ohnmachtsanfälle,
  • kurzzeitiger Bewusstseinsverlust (Synkopen),
  • Krampfanfälle Herzschmerzen und Herzenge (Angina pectoris)

Seltene, aber gefürchtete Komplikationen bei Herzrhythmusstörungen können sein:

  • Embolien (Gefäßverschlüsse durch weitergeschwemmte Blutgerinnsel)
  • Schlaganfall (Hirninfarkt, Apoplex)
  • Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
  • Zunehmende Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Plötzlicher Herztod

Wann zum Arzt?

Bei Herzrhythmusstörungen immer! Wenn Sie spüren, dass Ihr Herzschlag unregelmäßig ist, das Herz stolpert oder ohne Erklärung plötzlich rast, sollten Sie zum Arzt gehen, auch wenn es Ihnen sonst gut geht. Gleiches gilt bei einem zu niedrigem Puls. Der Arzt kann der Sache auf den Grund gehen und ermitteln, ob es sich um eine Herzrhythmusstörung handelt und ob diese als gefährlich oder harmlos einzustufen ist. Bei ernsten Symptomen wie Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen, Herzschmerzen oder Luftnot ist der Rettungsdienst erforderlich.

Ursachen

Herzrasen ist in manchen alltäglichen Situationen ganz normal, etwa wenn man freudiger Erwartung oder nervös ist. Auch in stressigen Situationen leiden viele Menschen unter diesem Symptom.

Neben diesen Situationen kann Herzrasen jedoch auch ein erstes Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung wie beispielsweise einer Herzrhythmusstörung sein.

Bestimmte Medikamente können ebenfalls zu diesem Symptom führen. Darüber hinaus kann eine Überdosis Koffein Auslöser für das Rasen des Herzens sein; Kaffee sollte daher nur in Maßen getrunken werden.

Die sogenannte Koronare Herzkrankheit tritt ebenso häufig in Verbindung mit Herzrhythmusstörung auf. Bluthochdruck, Unterzuckerung und Blutarmut können aber auch zu diesem Symptom führen.

Äußere Ursachen für Herzrhythmusstörungen können zum Beispiel sein:

  • Nervosität, Aufregung und Angst
  • Übermäßiger Konsum von Koffein (zum Beispiel in Form von Kaffee oder Cola)
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Konsum von Drogen und Giften
  • Nebenwirkung einiger Medikamente (zum Beispiel von Schilddrüsenhormonen oder bestimmten Psychopharmaka)
  • Starker Blähbauch (Meteorismus)
  • Fieberhafte Infektionen

Reizung des sogenannten Karotissinus-Knotens: Das ist ein Rezeptor an der Hauptschlagader am Hals, der zum Beispiel durch einen engen Schal oder Kragen, Kopfüberstreckung oder Schlag/Druck gereizt werden kann. Die Folge ist eine starke Verlangsamung des Herzschlages bis hin zur Ohnmacht. Bei überempfindlichem Karotissinus spricht man vom Karotissinus-Syndrom.

Organische Ursachen für Arrhythmien sind unter anderem:

  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Herzinfarkt
  • Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien)
  • Herzmuskelentzündung (Myokarditis)
  • Herzklappenfehler
  • Angeborene Erkrankungen, die zu Rhythmusstörungen führen (zum Beispiel Brugada-Syndrom, arrhythmogene rechtsventrikuläre Erkrankung, Wolff-Parkinson-White-Syndrom, WPW-Syndrom)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Elektrolytstörungen (zum Beispiel Kaliummangel)
  • Schilddrüsenüber- oder unterfunktion (Hyperthyreose, Hypothyreose)

Diagnose

Um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen, sollte man sich beim Arzt untersuchen lassen. Dieser wird zunächst Puls, Blutdruck und Temperatur messen und auch Blut abnehmen. Belastungs- oder Langzeit-EKG können darüber hinaus weitere Aufschlüsse über die Ursachen der Erkrankung geben.

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der genauen Ursache. Liegt eine Herzrhythmusstörung mit Hofflimmern vor, helfen beispielsweise sogenannte Antiarrhythmika sehr gut.

Da nicht selten eine Überfunktion der Schilddrüse Grund für Herzrasen ist, werden in diesem Fall Schilddrüsenblocker eingesetzt.

Ist allein Stress die Ursache für das Herzrasen, sollte man ein wenig kürzer treten.

Kaffee und Alkohol sind von vorbelasteten Personen nur in Maßen zu sich zu nehmen. Gleiches gilt natürlich auch für Nikotin.

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