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Burnout-Syndrom: Bis zur völligen Erschöpfung

Was sind die Symptome von Burnout?

Anhaltende Müdigkeit, nachlassende Leistungsfähigkeit im Job und das Gefühl der emotionalen Erschöpfung: häufige Symptome beim Burnout-Syndrom. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat das Erschöpfungssyndrom jetzt neu bewertet.

 

Was ist ein Burnout-Syndrom?

(Jupiterimages / Pixland / Thinkstock)Ein „Burnout“ zu haben, ist zum Massenphänomen und Medien-Dauerbrenner geworden. Immer mehr Berufstätige werden mit der Diagnose „Burnout-Syndrom“ krankgeschrieben. Doch verbirgt sich hinter diesem Beschwerdebild eine klar definierte Krankheit? Wodurch unterscheidet sich ein Burnout von einer Depression? Viele Fragen sind bislang unbeantwortet.

Der Begriff Burnout wurde in den 1970er Jahren von dem US-amerikanischen Psychotherapeuten Herbert Freudenberger geprägt. Er beschrieb damit die Folgen starker Belastungen und hoher Ideale in „helfenden“ Berufen: Zum Beispiel Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte, die sich in ihrem Einsatz für andere aufopferten, seien am Ende häufig „ausgebrannt“ – erschöpft, lustlos und überfordert. Heute beschränkt sich der Begriff nicht mehr auf die helfenden Berufe oder die Schattenseiten übermäßiger Opferbereitschaft. Treffen kann es anscheinend jeden: Gestresste Karrieremenschen und Prominente genauso wie überarbeitete Angestellte, Hausfrauen oder -männer.

Erstaunlicherweise ist aber gar nicht genau definiert, was ein Burnout eigentlich ist. Dies hat Folgen: Da unklar ist, was genau ein Burnout ausmacht und wie man es feststellen kann, lässt sich auch nicht sagen, wie häufig es auftritt. In den Medien kursieren verschiedene Angaben dazu, einzelne Krankenkassen sprechen von bis zu neun Millionen Betroffenen. Bei solchen Zahlen ist Skepsis angebracht: Für Deutschland existieren keine zuverlässigen Daten aus wissenschaftlichen Studien.

Ist Burnout eine Krankheit?

Anstrengende Lebensumstände können Menschen extrem belasten – bis zu einem Punkt, an dem sie das Gefühl haben: Ich kann nicht mehr, ich bin erschöpft, leer und ausgebrannt. Auch beruflicher Stress kann körperliche und psychische Beschwerden auslösen. Mögliche Ursachen sind dauerhafte Über- oder Unterforderung, ständiger Zeitdruck, Konflikte mit Kollegen, aber auch extreme Einsatzbereitschaft, die zur Vernachlässigung eigener Bedürfnisse führt. Berufliche Stressfolgen sind eine häufige Ursache für Krankschreibungen. Manchmal können aber bei Problemen am Arbeitsplatz bereits Änderungen im betrieblichen Umfeld helfen. Bei Überforderung in der häuslichen Pflege kann mehr konkrete Unterstützung im Alltag entlasten.

Dass man auf Stress mit Erschöpfung reagiert, ist zunächst nicht krankhaft. Beschreibt Burnout also ein Beschwerdebild, das über das normale Belastungsempfinden hinausgeht? Und inwieweit unterscheidet es sich von anderen psychischen Erkrankungen?

Die Fachwelt ist sich bislang nicht einig, wie der Begriff Burnout zu fassen ist. Im strengen Sinne gibt es auch keine Diagnose Burnout, im Gegensatz zum Beispiel zur Diagnose Depression. Letztere ist als Krankheitsbild allgemein anerkannt und wissenschaftlich gut untersucht. Das ist beim Burnout nicht der Fall. Manche Fachleute vermuten, dass sich hinter dem „Ausgebranntsein“ andere Krankheitsbilder verbergen – etwa eine Depression oder Angststörung. Auch körperliche Erkrankungen können Burnout-ähnliche Beschwerden verursachen. Eine vorschnelle Burnout-Diagnose könnte dann sogar bedeuten, dass die eigentlichen Probleme nicht erkannt und falsch behandelt würden.

Wie macht sich ein Burnout bemerkbar?

Dem Burnout wird eine ganze Reihe von Beschwerden zugeordnet. Es gibt keine Einigkeit, welche dazugehören und welche nicht. Allen bisherigen Definitionen des Burnout-Syndroms ist aber gemeinsam, dass die Beschwerden als Folge belastender beruflicher oder außerberuflicher Tätigkeiten gesehen werden. Als außerberufliche Belastung wird beispielsweise die Pflege von Angehörigen genannt.

Anzeichen für ein Burnout-Syndrom:

  • Erschöpfung: Betroffene fühlen sich ausgelaugt und emotional erschöpft, berichten von mangelnder Energie, Überforderung, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit, aber auch von körperlichen Beschwerden wie Schmerzen und Magen-Darm-Problemen.
  • Entfremdung von der (beruflichen) Tätigkeit: Betroffene erleben ihre Arbeit zunehmend als belastend und frustrierend. Sie können eine zynische Haltung gegenüber ihren Arbeitsbedingungen und Kollegen entwickeln, gepaart mit starker emotionaler Distanz und zunehmender Abstumpfung ihren beruflichen Aufgaben gegenüber.
  • verringerte Leistungsfähigkeit: Beim Burnout leidet vor allem die alltägliche Leistung im Beruf, im Haushalt oder bei der Pflege Angehöriger. Betroffene empfinden ihre Tätigkeit als sehr negativ, sind unkonzentriert, lustlos und beklagen, dass sie keine Ideen mehr haben.

Wie wird ein Burnout festgestellt?

Bislang gibt es keine gut untersuchten Methoden, mit denen ein Burnout festgestellt werden könnte. Es gibt verschiedene Fragebögen zur Selbstauskunft. Da es aber keine einheitliche Definition von Burnout gibt, ist unklar, ob Fragebögen ein Burnout wirklich messen und von anderen Krankheiten abgrenzen können. Der gängigste Fragebogen nennt sich „Maslach-Burnout-Inventar“ und liegt für verschiedene Berufsgruppen vor. Allerdings wurde dieser Fragebogen ursprünglich nicht für die ärztliche Praxis, sondern zur wissenschaftlichen Erforschung des Burnouts entwickelt.

Internet-Fragebögen zum Burnout-Risiko eignen sich nicht, um festzustellen, ob man ein Burnout hat oder die Beschwerden andere Ursachen haben.

Grundsätzlich können die Beschwerden, die dem Burnout zugeschrieben werden, auch andere Ursachen haben: zum Beispiel psychische und psychosomatische Erkrankungen wie eine Depression, Angsterkrankung oder ein chronisches Müdigkeitssyndrom. Körperliche Erkrankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können aber ebenfalls Beschwerden wie Erschöpfung und Müdigkeit auslösen. Bei solchen Beschwerden ist es daher wichtig, gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt auch nach anderen möglichen Ursachen zu schauen. Denn sonst besteht das Risiko, dass nutzlose Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen.

Wie unterscheiden sich Burnout und Depression?

Bestimmte Beschwerden, die dem Burnout zugeschrieben werden, treten auch bei einer Depression auf. Dazu gehören

  • starke Erschöpfung
  • Niedergeschlagenheit
  • verringerte Leistungsfähigkeit

Die Ähnlichkeit der Symptome kann dazu führen, dass einige Menschen die Diagnose Burnout bekommen, obwohl sie eigentlich eine Depression haben. Gerade weil sich die Beschwerden ähneln, sollten keine voreiligen (Eigen)Diagnosen gestellt werden. Dies kann zu falschen Maßnahmen führen: zum Beispiel jemandem mit einer Depression zu einem längeren Urlaub oder einer beruflichen Auszeit zu raten. Jemand, der nur aus beruflichen Gründen erschöpft ist, kann sich dadurch erholen. Für Menschen mit Depression kann dies womöglich zu noch mehr Problemen führen, da sie ganz andere Formen der Hilfe benötigen, beispielsweise eine Psychotherapie oder eine medikamentöse Behandlung.

Einige Merkmale des Burnouts unterscheiden sich allerdings deutlich von denen der Depression – wie die Entfremdung vor allem von der Berufstätigkeit. Bei einer Depression beziehen sich die negativen Gedanken und Gefühle nicht nur auf die Arbeit, sondern auf alle Lebensbereiche. Typische Symptome für eine Depression sind außerdem

  • mangelndes Selbstwertgefühl
  • Hoffnungslosigkeit
  • Selbsttötungsgedanken

Diese werden nicht als typische Burnout-Beschwerden gesehen. Deshalb steckt auch nicht hinter jedem Burnout eine Depression. Burnout-Beschwerden können aber wiederum das Risiko erhöhen, eine Depression zu entwickeln.

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41 Kommentare

  1. Stimmt es eigentlich, dass ein Burnout bedeutet, dass man ab sich selbst zu hohe Ansprüche stellt und dann erkrankt?
    Bisher dachte ich, dass es bedeutet, dasss die äußeren Bedingungen so sind, dass man die erwünschte Leistung nicht bringen kann. Also dass man selbst psychisch gesund ist, die Außenwelt aber erhöhte Ansprüche an einen stellt.

  2. Sorry, aber die neue Klassifikation ausschließlich auf „Arbeit“ bezogen, ist Unsinn. Es geht eher darum, dass man für etwas brennt, aber keine Erfolge erziehst. Wenig Anerkennung etc. Ausbrennen kann nur, wer für etwas gebrannt hat. Das betrifft auch viele Ehrenamtliche in der Politik, z.b., die in der Lokalpolitik brennen, aber wenig Gestaltungsmöglichkeiten haben und das über Jahre und Jahrzehnte. Es beginnt schleichend, meist kommt eine anerzogene Unfähigkeit „Nein“ zu sagen dazu. Für einen Burnout braucht es interne und externe Faktoren. Die Unterscheidung zwischen einer schweren Depression und einem Burnout kann man relativ klar ziehen. Auch wenn sie sich überlappen, so sind die Symptome doch andere. Auch die Depression im Burnout ist anders.
    Ich spreche da als Burnout Betroffener aus eigener Erfahrung.

  3. Was ich einfach bescheuert finde.Sind Youtuber die kein Bock haben auf Richtige Arbeit und hier n Haufen Kohle verdienen.So funktioniert hier das Leben.Ey das ist nicht mehr Normal.Vorm lappi sitzen und scheiße labern.Und nichtmal selbst iwas tun .Was ist das ???Digitaliesierung....Unbegreifbar.

  4. Das können ebenso Beziehungsprobleme und sonstige Desillusionierungserlebnisse sein. Wichtig ist, dass das unschöne Gefühl „ausgebrannt zu sein“ (engl.: Burnout = ausbrennen) richtig behandelt wird.

    In leichten Fällen empfehlen Ärzte viel Ruhe, Entspannungstechniken und ausgiebige Gespräche über Motivation und Lebensziele. In besonders schweren Fällen kann die richtige Balance nur mit Hilfe von Psychotherapie und Medikamenten wieder hergestellt werden.

  5. Lange Zeit galt Burnout als reine „Manager-Krankheit“. Zu viel Stress im Beruf und eine dauerhafte Überlastung drängten viele in einen Zustand der chronischen emotionalen Erschöpfung – bei deutlich verringerter Leistungsfähigkeit.

    Inzwischen ist die Krankheit weiter erforscht. Heute wissen wir: Auch Rentner und Arbeitslose können unter Burnout leiden. Denn es ist nicht nur beruflicher Stress, der als Auslöser in Frage kommt.

  6. Aber Achtung! diese Methode ist nur dann wirksam, wenn sie ehrlich zu sich selbst sind. Oft schieben wir den psychischen Druck auf Stressoren, die gar nicht dafür verantwortlich sind. Wenn sie die Nachbarskinder also mal wieder zur Weißglut bringen, sind es vielleicht vielmehr die eigenen Ängste und Sorgen, die ihren Stress auslösen. Unter Umständen können die eigentlichen Stressoren so versteckt sein, dass ein Psychologe Ihnen helfen muss, sie ausfindig zu machem.

  7. Wichtig ist nur: Man muss sie nutzen, sich Zeit nehmen und bewusst den Alltag ausschalten. Und wenn jemand absolut nicht zur Ruhe kommt? Mit autogenem Training haben Ärzte auch in besonders hartnäckigen Fällen schon gute Erfolge erzielt.

    Ein anderer Ansatz besteht darin, die sogenannten Stressoren aktiv zu vermeiden. Stressoren nennt man von außen auf uns einwirkende Faktoren, die Stress verursachen. Diese können ein zu hohes Arbeitstempo und Leistungsdruck am Arbeitsplatz sein, die nervenden Nachbarskinder oder lauter Verkehrslärm.

  8. Man sollte Arbeit und Freizeit voneinander trennen. Hintergrund: Tätigkeiten werden immer dann als besonders erholsam empfunden, wenn sie einen Wechsel zum Bisherigen darstellen. Kleine Rituale nach Feierabend markieren den Wechsel. Beispiel: Fenster aufreißen und die Räumlichkeiten gut durchlüften. Diese Handlungen sollten als Abschluss eines Arbeitstages empfunden werden. Wichtig: Machen Sie jeden Tag dieselbe Handlung.

  9. Alles, was die Seele für einen kleinen Moment baumeln lässt, z.B. Fotos von der Liebsten, Erinnerungen an den letzten Sommerurlaub oder die Kinokarten für den Feierabend, ist ein wahrer Stresskiller. Tipp: Den Schreibtisch individuell öfter mal umgestalten, damit man selbst sieht und merkt: Es gibt nicht nur Arbeit.

  10. Ein kleiner Plausch mit einem wohlgesinnten Kollegen kann ein guter Stresshemmer sein. Wichtig: Verkrümeln Sie sich für ein kleines Schwätzchen in die Teeküche oder machen Sie einen kleinen Spaziergang in der Mittagspause.

  11. Am effektivsten arbeitet man, wenn man alles der Reihe nach abarbeitet. Niemals mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen! Diese Arbeitsweise führt definitiv zu psychischer Belastung und Stress. Daher sollten auch neue E-Mails nicht grundsätzlich sofort gelesen werden – besser abwarten, bis man Zeit hat, sich um etwas Neues zu kümmern. Wer überfordert ist, sollte eventuell einen Kollegen um Hilfe zu bitten. Auch einfach mal NEIN sagen oder Delegieren kann notwendig sein, um Stress im Büro zu vermeiden.

  12. Wieder eine besonders knifflige Aufgabe? Schreibtisch aufräumen, Fahrtkosten-Abrechnung machen und Visitenkarten sortieren hilft da leider nicht. „Oft ist es so, dass man die falschen Prioritäten setzt und wichtige Aufgaben vor sich herschiebt, aber genau dadurch entsteht Stress, weil sich die Aufgaben summieren. In diesem Fall hilft die klassische To-do-Liste.“ Stufen Sie ein, was sehr wichtig, wichtig und weniger dringend ist und arbeiten Sie die Liste dahingehend ab.

  13. „Für die Erschöpfung während des Tages gibt es Anzeichen, wie z.B. der Wunsch nach einer Tasse Kaffee, der Griff zu Süßem oder einer Zigarette, Gähnen, Gereiztheit, Unkonzentriertheit“, sagt Susanne Preiss, Entschleunigungs- und Trainerin für Stressmanagement. Wenn wir lernen, kleine Pausen in unseren Alltag zu integrieren, füllen wir zwischendurch den Energiespeicher auf, können uns über den Tag hinweg besser konzentrieren und entziehen so dem Stress den Nährboden. Tipp: Kleben Sie sich einen kleinen Zettel an Ihren Arbeitsplatz mit dem Hinweis: „Pause machen nicht vergessen“. Z.B. Nehmen Sie das Treppenhaus und gehen Sie es 4 Minuten hoch und runter.

  14. Am Montagmorgen nicht gleich wieder loshetzen wie eh und je. „Die Grundprämisse ist, erstmal keinen Stress aufkommen zu lassen“, sagt der Arbeitspsychologe Frank Brenscheidt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. „Ein Tasse Kaffee oder Tee ist schon ein ganz guter Start.“ Auch zwischendurch gilt: Immer mal innehalten, tief durchatmen, entspannen.

  15. Wer extremen Stress hat (z.B. Streit mit Kollegen, Ärger mit dem Chef), sollte unbedingt die Situation verlassen, rät Psychologe Jürgen Hesse. Am besten kurz vor die Tür gehen oder in die Teeküche und eine kleine Atemübung machen: Fünf Sekunden einatmen, Atem fünf Sekunden anhalten und dann so lange ausatmen, bis man gedanklich bis fünf gezählt hat. Fünf Minuten lang wiederholen. Hört sich simpel an, aber es funktioniert wirklich!

  16. Ein Patentrezept zum Stress-Abbau gibt es nicht. Genauso, wie jeder Mensch anders auf Stress reagiert, gibt es für jeden auch verschiedene Methoden zum Stress-Abbau.

    Einige Menschen können zum Beispiel beim Langlauf oder Fußballspielen gut abschalten und neue Kraft schöpfen. Für andere hingegen ist gerade Sport – egal in welcher Form – purer Stress.

  17. Typische körperliche Stress-Symptome sind Herz- und Kreislaufprobleme. Dazu kommen häufig noch Kopf- und Rückenschmerzen sowie Verdauungsstörungen. In besonders schwerwiegenden Fällen können auch Allergien und Hautirritationen auftreten.

    Sogar das Sexleben kann vom Stress beeinträchtigt werden: Viele Betroffene klagen über Erektionsstörungen.

  18. Jeder Mensch reagiert anders auf Stress. Entsprechend vielfältig sind Stress-Symptome. Sie lassen sich grob in zwei Bereiche teilen: körperliche Beschwerden und psychische Störungen.

    Psychische Stress-Symptome sind zum Beispiel Gereiztheit und Aggressivität. Betroffene fühlen sich wie in einem unsichtbaren Käfig gefangen, können nicht mehr abschalten und reagieren harsch auf ihre Umwelt. Häufig mischt sich auch ein Gefühl der inneren Unzufriedenheit hinzu, viele Stress-Opfer sind sogar regelrecht deprimiert: Sie beginnen, an sich selbst zu zweifeln und stellen ihre eigenen Fähigkeiten in Frage.

  19. Zu den gefährlichen Stressarten gehört hingegen der Disstress. In diesem Fall ist der Betroffene vollständig überfordert von zu vielen Eindrücken und Aufgaben. Sofern diese Anspannung zeitlich begrenzt ist, kann auch der Disstress bewältigt werden. Hält er aber länger an, folgen die typischen Stress-Symptome und später auch Stress-Krankheiten.

    Deshalb: Bei den „falschen“ Stressarten sollte jeder Betroffene rechtzeitig die Notbremse ziehen und im Zweifelsfall ärztlichen Rat einholen.

  20. Was würde eigentlich passieren, wenn man einen Burnout-Patienten trotz des Wissens, dass er an Burnout erkrankt ist, immer weiter antreibt und wenn er dann in eine Klinik geht, ihn dort auch immer weiter antreibt (also die Ärzte und Pfleger ihn immer weiter antreiben) und wenn er immer schwächer wird, ihm antriebssteigernde Antidepressiva verabreicht?

  21. Schlafstörungen, dauermüde, aggressivität gegenüber Kunden, allgemein "Zündschnur statt Geduldsfaden", Scheissegal- haltung, nur noch seine Ruhe haben wollen... hm

  22. Waaaas? Die Bezeichnung "Burn out" bezieht sich nur auf das berufliche Umfeld? Das ist leider ein großer Fehler, denn auch private Umstände können zum Burn out führen. Hätte es beinahe selbst erlebt.

  23. mich hat es kurz nach meinem 40. Geburtstag erwischt. bis dahin war burnout für mich nur eine Mode Erscheinung, die von Leuten als Ausrede für langzeiturlaub genommen wird.
    jetzt weiß ich es besser.
    fast ein Jahr Krankschreibung, das erlernen von selbstfürsorge, ein neues, gesundes arbeits- und privatumfeld haben sehr geholfen.
    burnout ist m.e. ein Signal und eine Chance!

  24. Ich finde es schlimm, wenn so getan wird, als handle es sich um eine Krankheit. Dabei ist die Bezeichnung "Burnout-Syndrom" die Bezeichnung für eine Anhäufung von Symtomen, denen keine Diagnose zuzuordnen ist. Die Aufnahme ins ICD ändert daran auch nichts.

  25. Bauern arbeiten ihr ganzes Leben an 7 Tagen der Woche, habe noch nie gehoert, dass einer Burnout hat. Da haben die gar keine Zeit dazu.

  26. ... und trotzdem lässt mich mein Chef bis zu 15 Stunden am Tag arbeiten. Er weiss, dass es keine Kontrollen bzw. ernstzunehmende Strafen gibt - und den Rechtsstreit kann der Konzern auch einfach aussitzen.

  27. Sind es eigentlich bereits Anzeichen von Burnout, wenn man sich an den meisten Tagen erst erlaubt zu essen, wenn man mit der Arbeit fertig ist?
    Und wenn man sich manchmal beschimpft, weil man keine Kraft mehr hat, weiterzumachen?

  28. wie wäre es mal mit weniger Arbeit und Stress und nicht sich daran gewöhnen mit Stress um zu gehen.Dann bringt ja der ganze Beitrag unterm Strich nix=O)

  29. Eigentlich ist es doch in Deutschland nicht wirklich schlimm, wenn man wegen zu langer Krankschreibung seinen Arbeitsplatz verliert. Es gibt hier ein Sozialsystem, das einen halbwegs gut auffängt.

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