Weidenrinde

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Weidenrinde

Weidenrinde enthält einen Wirkstoff, der dem Schmerz- und Fiebermittel Acetylsalicylsäure (ASS) ähnelt. Tatsächlich werden Extrakte der Weidenrinde schon seit Jahrhunderten gegen Schmerzen und Fieber eingesetzt. Lesen Sie hier alles Wichtige über die Heilwirkung und Anwendung der Weidenrinde!

Weidenrinde Homöopathie

Die Weidenrinde junger Zweige weist einen mitunter hohen Anteil an sogenannten Salicylaten (wie Salicin, Salicortin etc.) auf. Salicylate werden im Körper in Salicylsäuren umgewandelt. Diese besitzen einen ähnlichen Wirkmechanismus wie die Acetylsalicylsäure (ASS) – ein synthetischer Arzneistoff, der auf Basis der Salicylate entwickelt wurde.

Die Salicylate sind hauptverantwortlich für die schmerzlindernde, fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung der Weidenrinde. Diese ist arzneilich anerkannt zur Behandlung von:

  • fieberhaften Erkrankungen
  • rheumatischen Beschwerden und leichten Arthroseschmerzen
  • Kopfschmerzen

In der Volksheilkunde wird Weidenrinde allgemein bei leichten Schmerzen, Zahnschmerzen und grippalen Erkrankungen sowie äußerlich bei Fußschweiß und schlecht heilenden Wunden eingesetzt.

Die Heilpflanze wird auch zur Herstellung von Kosmetikprodukten genutzt etwa für Weidenrinden-Shampoo.

Dosierung, Einnahme und Lagerung

Die empfohlene Tagesdosis von Weidenrinde (gepulvert) sind maximal 3 Gramm am Tag. Grundsätzlich sollten Sie sich immer an den Verpackungsbeilagen oder dem Rat Ihres Arztes orientieren. Weidenrinde ist sehr potent, darum sind die Dosierempfehlungen stets einzuhalten.

Empfehlungen zur Lagerung betreffen vor allem die gepulverten und geschnittenen Weidenrinden-Produkte und die Tinkturen. Diese sind trocken, luftdicht und an einem dunklen Ort aufzubewahren. Dann ist eine Haltbarkeit von ca. 2 Jahren gewährleistet. Einmal geöffnet, sollte die Weidenrinde bei jedem Gebrauch durch Riechen auf Fäulnis oder Schimmelbildung untersucht werden

Nebenwirkungen

Gelegentlich treten Magenbeschwerden nach der Einnahme von Weidenrinde auf. Selten werden auch Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut beobachtet.

Was Sie bei der Anwendung beachten sollten

  • Sollten Sie überempfindlich auf Salicylate (Bestandteil vieler chemischer Schmerzmittel) sein, verzichten Sie bitte auf die Anwendung von Weidenrinde.
  • Wenn Sie an spastischer Bronchitis oder Asthma bronchiale leiden, sollten Sie die Heilpflanze ebenfalls nicht anwenden – es könnte die Beschwerden verstärken.
  • Bei Magen-Darm-Geschwüren oder eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion sollten Sie Zubereitungen mit Weidenrinde nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden.
  • Kinder unter vier Jahren sollten nicht mit der Heilpflanze behandelt werden. Bei älteren Kindern und Jugendlichen sollten Sie zuerst Ihren Arzt oder Apotheker fragen.
  • Schwangeren und Stillenden wird von der Einnahme von Weidenrinde abgeraten.

Wissenswertes

Zur Gattung Weide (Salix) gehören ungefähr 500 weltweit vorkommende Arten, die entweder als Strauch oder als Baum wachsen. In Mitteleuropa sind etwa 35 Arten heimisch. Man findet Weiden zum Beispiel in Auwäldern und im Ufergebüsch.

Typisch für alle Weiden ist, dass die Blütenstände – „Weidenkätzchen“ genannt – im zeitigen Frühjahr vor den Blättern erscheinen. Dabei sind die Pflanzen zweihäusig, das heißt, es gibt männliche und weibliche Exemplare. Die männlichen Blütenstände sind an den weit herausragenden gelben Staubblättern erkennbar. Die weiblichen Blütenstände sind mit ihrer grünlichen Färbung unscheinbarer.

Weltweit werden die biegsamen Äste verschiedener Weiden-Arten zu Korbwaren verarbeitet. Für den medizinischen Gebrauch sind nur jene Arten interessant, bei denen die Weidenrinde einen hohen Gehalt an Salicylaten (darunter Salicin) aufweist. Dazu gehören in erster Linie die Purpur-Weide (Salix purpurea), die Reif-Weide (S. daphnoides) und die Bruch-Weide (S. fragilis). In bestimmten Fällen wird auch die Weidenrinde anderer Arten arzneilich verwendet, etwa die der Lorbeer-Weide oder der Stumpfblättrigen Weide (S. retusa).

Weidenrindentee richtig zubereiten

Aus der getrocknete Weidenrinde kann ein Tee zubereitet werden: Dazu setzen Sie zwei bis drei Gramm fein geschnittene oder grob pulverisierte Weidenrinde mit 150 Milliliter kaltem Wasser an und erhitzen den Ansatz, bis er kocht. Dann vom Herd nehmen, zehn Minuten ziehen lassen und anschließend die Pflanzenteile abseihen. Sie können sich drei- bis viermal täglich eine solche Tasse Weidenrindentee zubereiten. Die mittlere Tagesdosis für Erwachsene beträgt sechs bis zwölf Gramm Weidenrinde.

Fertigpräparate mit Weidenrinde

Trockenextrakte der Rinde werden zu Tabletten und Kapseln verarbeitet. Zudem ist eine Weidenrinden-Tinktur in Form von Tropfen erhältlich. Informieren Sie sich über die jeweilige Packungsbeilage beziehungsweise beim Arzt oder Apotheker, wie Sie solche Fertigpräparate richtig anwenden und dosieren.


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