Was tun bei einem Wespenstich?

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Was tun bei einem Wespenstich

Die Wespenplage ist allem Anschein nach in aller Munde – überall und bedrohlich. Tatsächlich stechen Wespen selten – und der Wespenstich ist für die wenigsten gefährlich.

Wespenstiche sind ohne Zweifel unangenehm. Und die Insekten wecken Ängste, wenn Sie um uns herumschwirren und kaum lockerlassen. Für die gerade durch viele Medien schwappende Hysterie über eine Wespenplage und deren Gefahren aber gibt es nach Ansicht von vielen Experten keinen Grund.

Die Experten sind sich vielmehr einig: Für gesunde Jugendliche und Erwachsene ist ein Wespenstich zwar meist unangenehm, aber nicht gefährlich. Etwas Kühlung oder ein Antihistaminikum beispielsweise lindern Schmerzen und Schwellung schnell.

Ausnahme: Wenn Wespen, aber auch andere stechende oder beißende Insekten, in die Atemwege gelangen, sollten Sie sicherheitshalber einen Notarzt verständigen. Bei Stichen in der Nähe von Augen und Mund empfiehlt sich ein Arztbesuch, wenn es zu starken Beschwerden kommt.

Wespenstiche für Allergiker und Kinder

Ohne Ausnahme gefährlich ist ein Wespenstich für den Fall einer Insektengiftallergie. Hier kann der Wespenstich eine überaus heftige allergische Reaktion, den anaphylaktischen Schock, auslösen. Der anaphylaktische Schock ist ein medizinischer Notfall und muss wegen der damit verbundenen Lebensgefahr umgehend versorgt werden. Insektengiftallergiker kennen diese Gefahr in der Regel und verfügen meist über ein Allergie-Notfallset mit den notwendigen Medikamenten. In Deutschland gelten nach Angaben der Krankenkasse Barmer-GEK bis zu 2,4 Millionen Menschen als Insektengiftallergiker.

Eine ärztliche Untersuchung von Wespen- oder Bienenstichen ist vor allem auch bei Kindern im Alter von bis zu 12 Jahren sinnvoll. Je jünger umso empfindlicher reagieren die Kinder auf das Insektengift und die Schmerzen nach einem Stich.

Vor Wespenstichen schützen

Der häufigste Grund für Wespenstiche sind wohl die Abwehrbewegungen der Menschen. Wespenkenner raten: Auch wenn es schwerfällt sollten Sie sich in der Nähe von Wespen ruhig verhalten. Heftige Abwehrreaktionen interpretieren die Wespen als Angriff und reagieren entsprechend aggressiv. Zudem sollten Sie Wespen niemals wegpusten. Das in der Ausatemluft enthaltene Co2 macht die Wespen ebenso aggressiv wie panisches Wegwedeln. Ferner sind Sie mit den Tipps zur Vermeidung von Insektenstichen auf der sicheren Seite.

  • Nicht nach den Tieren schlagen oder sie anpusten, das macht Wespen aggressiv.
  • Lebensmittel im Freien abdecken und nach der Mahlzeit nach drinnen bringen.
  • Getränke nicht direkt aus Glas oder Flasche, sondern mit einem Strohhalm trinken.
  • Den Tieren eine sogenannte Ablenkfütterung anbieten, d.h. abseits vom Tisch einen Teller mit Essen hinstellen. Am besten eignen sich dafür reife Trauben.
  • Bunte Kleidung sowie Parfüm oder parfümierte Cremes vermeiden, davon fühlen sich die Tiere angezogen.

Das hilft bei einem Wespenstich

  • Die Einstichstelle mit einem Kühlpad oder Eiswürfeln kühlen, um Schmerz und Juckreiz zu lindern.
  • Eine halbe Zwiebel, auf die Stelle gelegt, kühlt und wirkt entzündungshemmend.
  • Ein Umschlag mit kaltem Essig kühlt und wirkt auf das Gift neutralisierend.
  • In der Apotheke sind spezielle Gels gegen Insektenstiche erhältlich, mit denen sich ebenfalls der Stich kühlen und die Schwellung lindern lassen.
  • Wenn keine Hilfsmittel zur Hand sind, hilft auch Speichel – am besten mit Zucker vermischt – gegen Schmerzen und Schwellung.
  • Direkt nach dem Stich helfen Saugstempel aus der Apotheke, das Gift aus der Stichstelle zu entfernen. Auf das Aussaugen der Einstichstelle sollte man dagegen besser verzichten, da sich das Gift so im Körper verteilen kann.
  • Spezielle Stichheiler, die das Gift kurz nach dem Stich durch Hitze bekämpfen, sollen ebenfalls sehr wirksam sein. Auch sie sind in Apotheken erhältlich.
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