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Warum Bitterstoffe so gesund sind

Der Einfluss von Bitterstoffen auf die Verdauung

Bitterstoffe stecken in vielen Lebensmitteln und sind gerade wegen ihres Geschmacks gut für uns. Gesundheit!-Reporter Fero Andersen möchte herausfinden, warum „bitter“ nicht jedermanns Sache ist und wie es das werden könnte.

Bitterstoffe finden sich in vielen gesunden Kräutern wieder und verleihen ihnen ihr Aroma. Ihre Benefits: Sie pushen die Verdauung und helfen beim Abnehmen. Wir verraten, warum du sonst noch auf den bitteren Geschmack kommen solltest – plus leckere Rezepte und Zubereitungstipps.

Für was sind Bitterstoffe gut?

Der gesunde Nahrungs - bzw. Stoffwechselprozess ist von Anfang bis zum Ende ein geordneter Abbauprozess von aufgenommenen Nahrungsmitteln. Nicht nur physiologische Vorgänge sind an unserer Verdauung beteiligt, sondern auch bewusste und unbewusste Seelenregungen, die immer bei der Nahrungsverarbeitung, bei Hunger, Appetit, Durst, Instinkt und allerlei Vorlieben beteiligt sind. Schon die Gedanken und die Vorfreude auf ein bestimmtes Essen lässt das „Wasser” im Mund zusammenlaufen, wir bilden mehr Magensäure bei Ärger, werden durch Kummer oder nach längerer Krankheit appetitlos oder es bleibt uns einfach auch mal “die Spucke weg”, falls wir empört sind. Einer der wesentlichen Aspekte der Indikation von Bitterstoffen ist, dass durch sie die bewusste Nahrungsaufnahme gefördert wird und wir so aktiv den Verdauungsprozess unterstützen können.

Welche Lebensmittel enthalten Bitterstoffe?

Gesunde Bitterstoffe stecken in vielen Lebensmitteln. Allen voran in Gemüse, Früchten, Kräutern und Gewürzen. Aber es lassen sich auch spannende Bitter-Akzente setzen.

Die Tabelle zeigt eine Übersicht der bitteren Lebensmitteln

LebensmittelLebensmittelTipp
GemüseBrokkoli, Rosenkohl, Aubergine, Fenchel, Gurke, Mangold, grüne Paprika, Radieschen, Kohl (z.B. Grünkohl) und SellerieDas grüne Gemüse unter den bitteren Lebensmitteln ist in der Regel außerdem reich an abwehrstärkendem Vitamin C und Vitamin K. Jede Jahreszeit bietet regionale Produkte. Im Winter stehen alle Kohlsorten und Sellerie auf dem Speiseplan.
SalateChicorée. Endiviensalat, Radicchio, Rucola oder asiatische StängelsalateWem Bittersalate pur zu bitter sind, mischt eine Handvoll unter milde Gartensalate oder kombiniert eine Honig-Senf-Vinaigrette dazu.
FrüchteZitrone, Grapefruit, Pomelo oder KumquatDie Phytonährstoffe stecken in Fruchtfleisch, Saft und Schale (auf Bioqualität achten!), aber auch in der weißen Haut. Zitrusfrüchte sind die Wahl für den Winter.
WildkräuterEnzian, Fieberklee, Wegwarte, Tausendgüldenkraut, Löwenzahn, WemutWildkräuter strotzen nur so vor Bitterstoffen – zum Vergleich: Eisbergsalat enthält nur 2,5 Prozent der Phytonährstoffe von Löwenzahn. Wildkräuter sind hier im Gegensatz zu Zuchtgemüse nicht weggezüchtet worden. Hauptsaison sind Frühjahr und Sommer.
KräuterSalbei, Minze, Thymian, Oregano, Rosmarin, Liebstöckel, Dill, Koriander, Bohnenkraut und SchnittlauchFrische Kräuter immer reichlich verwenden. Am besten im Biomarkt kaufen oder selbst im Garten oder auf dem Balkon anpflanzen.
GewürzeAnis, Muskatnuss, Ingwer, Nelke, Piment, Kardamom, Kurkuma, ZimtGewürze bringen im Nu Bitterstoffe in jedes Gericht. Zudem sorgen sie für mehr Aroma, stimulieren Leber und Verdauungsorgane und vertreiben Heißhunger.
Bittere AkzenteBitterschokolade (ab 70% Kakaoanteil; auf Bioqualität achten), Sesampaste (Tahini), Walnüsse, Senf, OlivenölSenf sorgt für bitter-scharfe Noten. Das grasig-grüne Olivenöl schmeckt besonders bitter.

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23 Kommentare

  1. Leute, bitter heilt! Macht mal einen 3 Tage Test. 7 Heidelberger Kräuter, Bitterkraft nach Bingen, MSM im Wasser aufgelöst. Meine Nase ist wieder frei, die Pfunde purzeln und das Bittere schmeckt nicht mehr so bitter. Je bitterer euch etwas schmeckt, desto eher braucht ihr die Bitterstoffe. Falls ihr öfters aus Klos rennt, das ist völlig normal. Viel Erfolg.

  2. Bitter ist finde ich ekelhaft mir schmeckt bitter nicht. Finde süßes und liebliches essen lecker 😋. Denke die meisten mögen nicht das ekelhafte bittere essen

  3. 3mal täglich Rezepte wie diese essen und schon gleich genießen was Gerichte mit Bitterstoffen und voll von Mikronährstoffen uns bringen..nämlich hunger

  4. Mixen die tatsächlich das "Zeuch" in einem Thermomix? - OK... dann ists "schräg"... das ist kein - für das erwünschte Endergebnis geeignetes Gerät (wobei sich die Frage stellt, wozu ein Thermomix überhaupt taugt - aber: Anderes Thema). Und: Milchprodukte im "grünen Smoothie"? Joghurt? Weiß nicht - der Beitrag ist doch recht oberflächlich...

  5. Ich möchte auf Bittermandeln und Aprikosenkerne aufmerksam machen, die gern "offiziell" als gefährlich und giftig deklariert werden. Sie haben zwar CN - Gehalt, verbinden sich aber im Magen-Darmtrakt zu keiner toxischen Substanz. Bekannt auch unter dem Namen Laetril oder Vit.B17. Ich esse 3 x täglich 10 Stück, weil ich den Bittergeschmack mag und die Kerne mir gut tun.
    Ferner erwähnenswert: Angostura, ein Bitter, das vom deutschen Arzt Dr.Siegert Ende des 19.Jh. in Südamerika hergestellt wurde. Das Geheimrezept beeinhaltet 52 wertvolle Kräuter. Auch in D in guten Spirituosenläden zu kaufen, weil Barkeeper es oft mit ein paar Spritzern in verschiedene Cocktails geben.

  6. Kritisch finde ich, das Kräuterelixier in den Kontext dieser sonst sehr gesunden Lebensmittel zu setzen. Bereits zum Frühstück diesen Hochprozentigen Alkohol zu setzen, impliziert schon eine Verharmlosung des Konsums. Im großen und ganzen, weiß ich nicht, ob die negativen Effekte der zugeführte Menge an Alkohol, die förderlichen, positiven Effekte der Inhaltsstoffe der Kräuter, überlagern.

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