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Studie: Grippekranke sind seltener erkältet

Die Grippe geht um in Deutschland

Die Grippe geht um in Deutschland. Doch die Erkrankung, die oft Gliederschmerzen, Kopfweh und Schnupfen mit sich bringt, bedeutet auch etwas Gutes - behauptet eine Studie: Grippekranke sind seltener erkältet.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr gibt es 2019 in Bayern deutlich mehr Grippefälle. Spitzenreiter dabei ist Oberbayern, gefolgt von Mittelfranken. "Die Grippe ist keine harmlose Erkältung, sondern eine ernsthafte Erkrankung", erklärte zuletzt Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Wen die Grippe erwischt, der liegt meist über mehrere Tage flach. Eine neue Studie zur Krankheit hat nun herausgefunden, dass dies wohl auch etwas Gutes hat.

Wissenschaftler der schottischen Universität Glasgow haben rund 44.000 Patienten untersucht: Die Menschen waren alle von akuten Atemwegserkrankungen, die durch Viren ausgelöst wurden, betroffen. Der Studie zufolge, wurden elf Virentypen getestet: In 35 Prozent der Fälle war einer von elf getesteten Typen für die Erkrankung verantwortlich.

Dabei besonders auffällig: Acht Prozent der untersuchten Patienten wiesen mehr als einen Virentypus auf - ein sehr geringer Wert. Insbesondere das "Influenza-A-Virus" und das "Rhinovirus" traten nur sehr selten auf: Die beiden Virentypen könnten sich weitestgehend gegenseitig abstoßen. Die Ergebnisse der Forscher lassen sich kompakt zusammenfassen: Wer von einer Grippe betroffen war, hatte in den Untersuchungen eine um insgesamt 70 Prozent niedrigere Wahrscheinlichkeit, zusätzlich an einer "normalen" Erkältung zu erkranken. Studienleiter Pablo Murcia ordnet die Studie ein: "Wir haben gezeigt, dass wir unterschiedliche Viren untersuchen müssen, als wäre es ein Ökosystem."

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