Impfungen für Erwachsene

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Impfungen für Erwachsene

Welche Impfungen für Erwachsene es bereits gibt und welche unbedingt nötig sind, ist vielen Menschen indes ein Rätsel.

Das RKI hat deshalb eine Kommission gegründet, die Bürgern Hilfestellungen bietet. Die Ständige Impfkommission (Stiko) gibt nicht nur Empfehlungen für Standardimpfungen für Menschen jeden Alters, sondern darüber hinaus auch Empfehlungen für Menschen, die aufgrund ihrer Konstitution oder ihres Berufs besondere Impfungen benötigen. Alle Impfempfehlungen hält die Stiko im sogenannten „Impfkalender“ fest. Der zeigt auf, für wen wann welche Impfung in Frage kommt. Erwachsene sollten demnach auf folgenden Impfschutz achten:

Tetanus, Diphtherie, Pertussis

Auch wer als Kind bereits gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten) grundimmunisiert wurde, sollte die Impfungen als Erwachsener auffrischen. Wer sie gar nicht erhalten hat, sollte sie laut Stiko in jedem Fall nachholen. Tetanus müssen Sie generell alle zehn Jahre auffrischen.

Poliomyelitis

Poliomyelitis, kurz Polio, ist im Volksmund eher als „Kinderlähmung“ bekannt. Nur etwa 85 Prozent der Erwachsenen waren im Jahr 2013 dagegen geimpft. Die durch Polioviren übertragene Lähmung kann Erwachsene allerdings genau so treffen wie Kinder. Der letzte Fall in Deutschland wurde zwar bereits 1990 registriert – was sicher auch ein Erfolg der Impfungen ist. Nichtsdestotrotz empfehlen RKI und Stiko bis heute eine Impfung auch im Erwachsenenalter.

Masern, Mumps, Röteln

Masern gelten als eine der ansteckendsten Krankheiten der Welt. Erst kürzlich kam es zu vermehrten Ausbrüchen, unter anderem in New York. Aber auch Kanada, Neuseeland – und Deutschland meldeten 2019 hohe Ansteckungszahlen.

Dabei wäre ein Schutz so einfach: Per Grundimmunisierung im Säuglingsalter, hierzu sind zwei Spritzen innerhalb etwa eines Jahres notwendig. Oder als Einmal-Pieks für Erwachsene. Erwachsenen empfiehlt das RKI hierfür einen kombinierten „MMR“, also Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff. Wer als Kind nur einmal gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft wurde, sollte sich als Erwachsener die Kombi-Impfung ebenfalls holen.

Röteln spielen außerdem eine große Rolle für Frauen mit Kinderwunsch: Steckt eine Frau sich während der Schwangerschaft mit dem Rötelnvirus an, kann das ungeborene Kind große Schäden davontragen.

Pneumokokken

Wer als Kind keine Grundimmunisierung gegen Pneumokokken erhalten hat, muss sie als Erwachsener vorerst nicht nachholen. Älteren Personen ab 60 empfiehlt die Stiko die Impfung aber doch wieder, genauso wie Menschen, die an Diabetes oder neurologischen Krankheiten leiden. Für sie kann eine Erkrankung mit Pneumokokken sogar tödlich enden. Daten des RKI zufolge enden in Deutschland jährlich etwa 5000 Ansteckungen mit dem Tod.

Influenza

Auch die Impfung gegen Influenza, also die volkssprachliche „Grippe“, ist eine Standardimpfung – für Menschen ab 60 Jahren. Ihnen empfiehlt das RKI eine jährliche Auffrischung, da auch die Viren, die die Grippe verursachen, jedes Jahr andere sein können.

Weitere Impfungen, zum Beispiel gegen FSME oder Hepatits A und B, empfiehlt das RKI vor allem Menschen in Risikogebieten oder denen, die potentiellen Erregern beispielsweise beruflich besonders ausgesetzt sind. Alle Impfempfehlungen finden Sie auf den Seiten der Ständigen Impfkommission.

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