Neues Netzwerk in Baden-Württemberg zu komplementärmedizinischen Ansätzen

/Kathrin39, stock.adobe.com

Heidelberg – Wissenschaftler und Ärzte der vier baden-württembergischen Universitätskliniken und von rund zwanzig Kliniken und Gesundheitseinrichtungen im Land haben sich zur Initiative „Komplementäre und Integrative Gesundheitsversorgung in Baden-Württemberg (KIG BaWü)“ zusammengeschlossen.

Ziel ist es, schulmedizinische Ansätze durch naturheilkundliche und weitere komplementärmedizinische Behand­lungs­konzepte zu ergänzen und die Patienten so ganzheitlicher zu betreuen. Das Land fördert KIG BaWü als Beitrag zum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg mit 1,16 Millionen Euro für 22 Mo­nate. Das Projekt verbindet Grundlagen- mit klinischer Forschung und Versorgungsforschung.

„Die Vereini­gung von konventioneller und komplementärer Medizin auf wissenschaftlicher Basis ist ein Gebot der Stunde“, sagte Yvonne Samstag, Sprecherin des Projektkonsortiums und Professorin für zellu­läre Immunologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg.

Therapeutische Erfahrung und wissenschaftliche Evidenz im Sinne einer integrativen Gesundheitsversor­gung auf breiter Basis zusammenzubringen, sei ein „innovativer Ansatz“. Natürlich gehe das nicht von heute auf morgen, aber dieses Konzept sei zukunftsweisend und vielversprechend.

Die unterstützende Behandlung von Krebserkrankungen, die Stabilisierung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen und die Behandlung von Atemwegs- und Harnwegsinfektionen seien wich­tige Anwendungs- und Forschungsfelder einer integrativen Medizin.

Komplementärmedizinische Konzepte könnten zum Beispiel dazu beitragen, Lebensqualität zu verbes­sern, Nebenwirkungen onkologischer Therapien zu lindern und den Betroffenen zu einem gesundheits­fördernden Lebensstil anregen, so Samstag. © hil/aerzteblatt.de

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"