Neuer Sonderforschungsbereich zu motorischer Kontrolle in Köln

Köln – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab 2021 einen neuen Sonderforschungs­bereich (SFB) zum Thema „Schlüsselmechanismen physiologischer und krankheitsbedingt gestörter motorischer Kontrolle“ unter Federführung der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. Sprecher des neuen Forschungsverbundes ist Gereon Fink, Direktor der Klinik für Neurologie der Uniklinik Köln.

„Krankheitsbedingte Störungen der motorischen Kontrolle besitzen erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität der betroffenen Patienten und deren Angehörige. Erkrankungen wie Schlaganfall, Par­kinson oder spinale Muskelatrophie führen nicht selten zu schweren Einschränkungen der Selbstän­dig­keit betroffener Personen“, erklärte Fink. Auch viele psychische Erkrankungen gingen mit Störungen der Motorik einher.

Ein besseres Verständnis der zu Grunde liegenden Mechanismen erweitere nicht nur das grundsätzliche Verständnis der neurobiologischen Grundlagen von Motorik und deren Störungen, sondern ermögliche auch die Entwicklung neuer Therapien.

In dem neuen SFB arbeiten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät, der Naturwissenschaftlich-ma­the­matischen Fakultät und der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln sowie des Uni­versitätsklinikums Köln, im Forschungszentrum Jülich, im Max-Planck-Institut für Stoffwechsel­for­schung Köln sowie der Universität Frankfurt und der Hebrew University Jerusalem zusammen.

Im Rahmen des SFBs wird auch eine neue Graduiertenschule an der Universität zu Köln eingerichtet, welche die Ausbildung des neurowissenschaftlichen Nachwuches strukturiert.

Für die erste Förderperiode von 2021 bis 2024 stellt die DFG dem neuen Kölner SFB insgesamt mehr als 13 Millionen Euro zur Verfügung.

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